Iran - Chinas Chance ?
Am 28. Februar haben die USA & Israel gemeinsam den Iran angegriffen und die entscheidende Frage scheint zu sein, wem zuerst die Raketen ausgehen.
In der Ukraine ist Russland dem Westen in die Falle gegangen, doch so wie der Westen die Falle gestellt hat, war das kaum zu vermeiden, mal abgesehen von der NATO Osterweiterung konnte Russland den Massenmord des kiever Regimes an den ethnischen Russen mit ukrainischem Pass einfach nicht länger zulassen. Nun könnte es sein, daß Trump im Iran in dieselbe Falle gegangen ist aber man kann nicht mal sagen, daß der Iran oder Russland oder China sie ihm gestellt haben, er hat sie sich selbst gestellt.
Putin mag in der Ukraine einen kurzen Krieg gewünscht haben, mit der Faust auf den Tisch hauen und einen Deal machen, aber das hat der Westen verhindert und nun ist Russland in der misslichen Lage, daß die NATO ihre wirtschaftlichen Ressourcen gegen Russland einsetzt, Russland aber nicht gegen die NATO zurückschlagen kann, weil sich die NATO der Ukraine bedient.
Der Iran ist für das Seidenstrassenprojekt wichtig, vielleicht unentbehrlich und das Seidenstrassenprojekt ist für BRICS wichtig, vielleicht unentbehrlich, jedenfalls für China. Anlass für den 12 Tagekrieg der USA und Israels im vergangenen Jahr, so schreiben Manche, war die Inbetriebnahme der Eisenbahnverbindung von China nach Iran. China ist also bei der Unterstützung des Iran logistisch in einer sehr viel bequemeren Position als die Angreifer. Die USA haben die wirtschaftliche Last des Ukrainekrieges auf Westeuropa abgewälzt: PURL: Zelenski bestellt in den USA, die liefert, die Bürger Westeuropas zahlen. Dazu kommen westeuropäische Produkte, aber beide Seiten der NATO haben bei der Produktion ein Kapazitätsproblem. China ist Weltmeister der Massenproduktion und hat Waffen erster Klasse im Angebot, auch Flugzeugträger- Killer. Ein versenkter US - Flugzeugträger wäre ein gamechanger, würde China auch in der Taiwan- Frage entlasten. Beim Angriff Indiens auf Pakistan haben sich chinesische Waffen sehr bewährt und es wäre ja nicht China, das den Flugzeugträger versenkte, sondern der Iran. Wie hieß es aus dem UK in Bezug auf die Ukraine ? Man habe ihr zu Fähigkeiten verholfen, die sie zuvor nicht hatte. Das wärs, den Krieg gewinnt, wer an keiner Schlacht teilnimmt. China muß seine vornehme Zurückhaltung etwas runterfahren. Analysten vergleichen die USA und China, was sie der Welt zu bieten haben, die USA bietet ihren Vasallen, sie (vielleicht) nicht zu bomben, China bietet seinen Partnern win - win - Kooperationen, auch den USA, das ist Zweifels ohne attraktiver, aber die Gewalt der USA, zunächst militärisch und nach dem Regimechange im Inland, ist wirkungsvoller.
Laut dem Kanzler zweiter Wahl werden Kriege nicht durch Diplomatie, sondern wirtschaftliche Erschöpfung entschieden. Trump fehlt die Vietnamerfahrung, das hat sein Vater für ihn gedeichselt, vermutlich hat er damals schon in Immobilien gemacht, Handwerker nicht bezahlt, während andere Daheimgebliebene ihre Karriere mit Drogen begannen. Bei Vietnam waren sich alle Aggressoren sicher, daß sie schon morgen den Endsieg erringen und haben sich geirrt, die Franzosen und dann die Amis, JFK hatte nur wenige ‘Berater’ in Vietnam, wollte das Engagement reduzieren, tatsächlich nahm die Truppenstärke aber zu, wenn das Militär im Spiel ist, ist es sehr schwer, es im Zaum zu halten.
Allmählich wird jedem klar, daß Israel keine gute Idee war und besonders schlecht ist, daß Israel die Atombombe hat, das hat die USA verbockt, JFK wollte genau wissen, was die Israelis in Dimona treiben und wurde aus dem Rennen genommen. Es wäre an den USA, zumindest den Fehler, daß Israel die Atombombe hat, zu korregieren. So lange dieser Fehler fortbesteht, ist er ein starkes Argument für die Iranische Atombombe. Hafiz Assad wollte die ganze Region A- B- C- waffenfrei machen, Israel war dagegen.
Wie ging das nun weiter in Vietnam, nachdem JFK nicht mehr war ? LBJ unternahm nichts gegen die israelische Bombe und war auch einem Vietnam Engagement nicht abgeneigt. Er war bei der Navy und mochte wohl die Jungs von der NSA, deren Spionageschiffe der Navy unterstellt waren, nicht. Darum hat er deren Leute auf der Liberty verheizt und statt ihnen zu helfen, bereits A-4 mit taktischen Atomwaffen nach Ägypten geschickt, um bei Kairo russische Bomber anzugreifen. Dumm war nur, daß die Israelis es nicht geschafft haben, die Liberty zu versenken und so konnte man den Angriff nicht den Ägyptern in die Schuhe schieben. Für die großen Nukes hatte die Navy zu dem Zeitpunkt nur noch die Flugzeuge, JFK’s Mc Namara hatte aus Effizienzgründen auf Raketen umstrukturiert. Der Mann bewährte sich dann noch bei der Vietnamkriegs Logistik, es war der Beginn des globalen Siegeszuges des Containers. In Nordkorea hatte LBJ mit der Pueblo eine ganz ähnliche Nummer vor, irgendwo zwischen der Liberty und dem Vorfall in der Tonkin- Bucht , das hat aber auch nicht geklappt, die Pueblo wird heute von Nordkorea als Museum gepflegt.
LBJ versprach den Vietnamkrieg zu beenden, hat es aber mit mehr Soldaten, mehr Bomben und Body Count (Jeder tote Vietnamese ist ein Erfolg) nicht geschafft, ist nicht zur Wiederwahl angetreten und dann erbte Nixon das Problem, er hatte schon als Ike’s Vize den Franzosen den größten Einzelkredit für ihren Vietnamkrieg verschafft, ihnen also die US- Waffen in der Region, die gegen Japan und Korea nicht verbraucht wurden, angedreht. Bald reduzierte sich sein Vietnamproblem auf die Frage, wie die USA gesichtswahrend aus der Nummer rauskommen und da hatte der Filou Kissinger eine Idee, wie wäre es, wenn man, statt ewig vergeblich den Ho Chi Minh Pfad zu bomben, an die Quelle der vietnamesischen Waffen ginge, der SU und China Angebote machte, damit sie Vietnam an den Verhandlungstisch bringen. Die SU erhielt mit Start eine Begrenzung der Atomraketen und China erhielt US Investitionen, US Produktionstechnik. Damit war der Vietnamkrieg zu Ende, Vietnam geteilt, wie Korea, aber nur für kurze Zeit. Der Kauf billiger chinesischer Arbeit, deren Verkauf durch die chinesische Regierung wurde zum Selbstläufer, Globalisierung und führte dazu daß Trump heute gegen China Front macht. Dieses Arrangement war auch der Grund dafür, daß man den steinalten Kissinger noch mal nach Peking schickte, um es gegen Russland zu gewinnen, aber da er außer alter Freundschaft nichts anzubieten hatte, wurde nichts draus. Und Jenes Arrangement war der Grund für Watergate, nicht für Team Nixon’s Bespitzelung, sondern dafür, daß sie aufflog. Schließlich kämpfte man in Vietnam ja gegen den Kommunismus, behauptete das jedenfalls zugunsten des MIK, und jetzt kriegte die CIA durch ihre eigene Bespitzelung mit, daß die Regierung Geschäfte mit SU und China machte und bei dieser Bespitzelung wurde auch die Watergate Bespitzelung bemerkt. Nixon mußte gehen, Kissinger blieb.
So wie im Falle des Vietnamkrieges bzw. dessen Ende der unmittelbare Erfolg der US- Politik ganz andere und viel schwerwiegendere Spätfolgen zeitigt, so ist es auch mit dem Iran, Scholz (!) sagte kürzlich, hätten CIA und MI6 1953 nicht Mossadegh weggeputscht, wäre der Iran heute das beste westliche Land.
Endete der Vietnamkrieg durch wirtschaftlichen Ruin ? Sicher nicht für Trump persönlich und für die USA spielte der moralische Ruin eine große Rolle, Mit Wehrpflicht einen verlustreichen (jedenfalls an jungen Männern) Krieg im fernen Asien zu führen, das kam nicht gut an. Den moralischen Ruin vollzieht der Westen in jüngster Zeit bereits exzessiv, wie wird der Angriff von den Sprechern der westeuropäischen Vasallen formuliert ? Der Iranische Angriff auf die Verteidigung von US und Israel dort ist ganz böse, so böse, wie Putin in der Ukraine. Und Rutte entlarvt die NATO als Angriffsbündnis. Aber es war auch ein wirtschaftlicher Ruin. Durch den Bretton Woods Betrug war der Dollar zur globalen Leitwährung geworden, mit einer gewissen Berechtigung, denn er war immerhin goldgedeckt. Diese Golddeckung hob Nixon auf, der Dollar war also nur noch Papier, von dem die USA, die FED, jener Bankenzusammenschluss, so viel drucken kann, wie er will, was er tut. Damit waren die Kosten des Vietnamkrieges auf alle Dollar Besitzer abgewälzt, und damit der Dollar weiter nachgefragt wurde, Wert hatte, hatte wiederum der Filou Kissinger eine Idee, die mit dem Petro Dollar, man machte nämlich mit der Partei, die das meiste der meistgehandelten Ware (Öl) verkaufte, aus, daß sie nur gegen Dollar verkauft. Und man machte auch noch aus, daß man für diese Dollar gleich für jene Partei, die Saudiprinzen, einkauft, in den USA versteht sich. Ein Arrangement, daß übrigens auch mit dem Irak besteht, seit er wieder Öl verkaufen darf: Über dessen Einkäufe wird in den USA entschieden, und das man bei Venezuela gerade ins Werk setzt.
Keine Frage, daß man in der US Administration keine Ahnung von Geschichte, auch der jüngsten, auch der eigenen, hat. In China ist das anders, die Frage ist nur, welche ‘Kosten’ China bereit ist, zu riskieren.

